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Meditation
beeinflusst langfristig Hirnaktivität
Quelle: www.wissenschaft-online.de/
09. November 2004
© spektrumdirekt
Langjähriges
Meditationstraining führt zu einem verstärkten Auftreten hochfrequenter,
synchronisierter Gamma-Wellen in den Meditationsphasen. Diese Wellen im
Bereich von 25 bis 70 Hertz treten unter anderem bei erhöhter
Aufmerksamkeit auf oder bei Lernprozessen.
Der Effekt des mentalen Trainings ist bereits im Ruhezustand vor der Meditation
im Enzephalogramm (EEG) zu erkennen.
Lutz
Antoine von der Universität von Wisconsin und seine Kollegen
hatten acht langjährige Meditationserfahrene, die in Tibet geschult
wurden, und zehn Freiwillige, die eine einwöchige Einführung
in Meditationstechniken erhalten hatten, vor und während der Meditation
mit EEG beobachtet.
Die Teilnehmer sollten sich dabei nicht auf einen Gegenstand oder eine
Person konzentrieren, sondern einen Zustand erreichen, in dem sie ein
liebevolles Wohlwollen und Mitgefühl für ihre gesamte Umwelt
entwickeln.
Schon vor der Meditation zeigte sich in den EEGs der Meditationsgeübten
ein höherer Anteil von Gamma-Wellen gegenüber niederfrequenten
Wellen, die für Ruhephasen des Gehirns typisch sind. Dieses Verhältnis
vergrößerte sich während der Meditation weiter, und zwar
in Abhängigkeit von der Zahl der Jahre praktizierter Meditation.
Außerdem traten die Gamma-Wellen bei den langjährigen Meditaionsanwendern
stärker synchronisiert auf. Solche Kopplungen spielen wahrscheinlich
eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, einzelne neuronale Prozesse
zu geordneten kognitiven Funktionen zusammenzufassen.
Dies
zeige, dass mentales Training über kurze und auch längere Zeit
grundlegende Veränderungen im Gehirn hervorrufen könne, erklären
die Autoren.
Long-term meditators self-induce high-amplitude
gamma synchrony during mental practice
By
Antoine
Lutz, Lawrence L. Greischar, Nancy B. Rawlings, Matthieu Ricard
and Richard J. Davidson
Source: Proceedings
of the National Academy of Sciences/10.1073/pnas.0407401101(2004)
Practitioners understand "meditation," or mental training,
to be a process of familiarization with one's own mental life leading
to long-lasting changes in cognition and emotion. Little is known
about this process and its impact on the brain.
Here we find that long-term Buddhist practitioners self-induce sustained
electroencephalographic high-amplitude gamma-band oscillations and
phase-synchrony during meditation. These electroencephalogram patterns
differ from those of controls, in particular over lateral frontoparietal
electrodes.
In addition, the ratio of gamma-band activity (25-42 Hz) to slow oscillatory
activity (4-13 Hz) is initially higher in the resting baseline before
meditation for the practitioners than the controls over medial frontoparietal
electrodes.
This difference increases sharply during meditation over most of the
scalp electrodes and remains higher than the initial baseline in the
postmeditation baseline.
These data suggest that mental training involves temporal integrative
mechanisms and may induce short-term and long-term neural changes.
To whom correspondence may be addressed:
Antoine Lutz, E-mail: alutz@wisc.edu
Richard J. Davidson, E-mail: rjdavids@wisc.edu
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